Wie ein Gewerbler Leads generiert

Juni 5, 2009 by Swissmarketer · Leave a Comment 

In der gesamten Marketingliteratur kommen die Leads sozusagen vom “Himmel”. Angeblich betreiben alle Geschäftsleute Webseiten, die hunderte Anfragen generieren oder Marketingkampagnien, nach denen die Interessenten nur noch so Schlange stehen. Das ist natürlich nicht die Realität, zumindest hier im kleinen Schweizer Markt. Nicht einmal Inserate haben mehr eine Wirkung und generieren Interessenten.

Für den Gewerbetreibenden sind vor allem der Standort (und die Anzahl Parkplätze vor dem Geschäft wichtig), dann die Mund- zu-Mund Propaganda. Doch gerade ein Neueinsteiger hat kaum einen Bekanntheitsgrad. Er kann natürlich Flyer im Quartier verteilen (falls er ein lokales Angebot hat), ansonsten kommt er mit einer Webseite oder einem Mailing aber auch nicht weit. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als selbst aktiv zu akquirieren.

Die Umfragemethode

Die Frage ist natürlich nur: Wie? Wenn er im Kraut herumtelefoniert, möglicherweise noch ohne Skript, ist das peinlich, vielleicht sogar kontraproduktiv,  auf jeden Fall aber ineffizient. Der Gewerbler muss hier systematisch vorgehen. Eine mögliche Taktik ist folgende: er beauftragt ein Call Center mit der Bedarfsabklärung. Das Call Center macht zuerst einmal eine Umfrage bei den potentiellen Kunden, ob überhaupt ein Bedarf vorhanden ist und wer zuständig ist. Erst dann übernimmt der Gewerbler den Kontakt und beginnt mit der Akquisition – mit dem Oportunity Management, wei man das auf Neudeutsch sagt.

Diese Methode verhindert Zeitverschwendung und ist zahlbar.

Paritätische Beiträge – ein Witz

September 11, 2008 by Swissmarketer · 1 Comment 

Gehören Sie auch zu denen, die die 6,5x% AHV-Beiträge zahlen?*) Der Arbeitgeber seinerseits zahlt ihnen dann ebenfalls 6.5x% dazu. Sie tragen die Kosten für die Altersvorsorge als paritätisch – so nennt man das.

Chabis! Das ist alles reine Augenwischerei. Für den Arbeitgeber kosten Sie schlicht und einfach Bruttolohn plus 6,55%. Diese Aufteilung in Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag ist ein Geschwätz. 

Einen Blick in die USA verschafft da Klarheit: wenn sie mit dem Arbeitgeber 20 Dollar Lohn/h aushandeln, dann sind es die effektive Kosten für ihn. Er zieht ihnen dann auch den Beitrag (social security) ab und zwar zu vollen Kosten, was im schweizerischen Fall etwa 13,x% wären.

Warum das nicht auch so in der Schweiz gehabt wird, ist uns schleierhaft. Die Aufteilung in Bruttolohn, Nettolohn und Lohnkosten verkompliziert das System nur. Vor allem für Kleinbetriebe ist die Abrechnung ein Garaus.

*) Wir berücksichtigen der Einfachheit halber nicht die Pensionskasse, etc.